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Traditionelle chinesische Medizin

„Schmerz ist der Schrei des Körpers nach fließender Energie“.  

Den Menschen ganzheitlich betrachten, wobei der Körper mehr ist als die Summe seiner Teile. Das kann man als die Leitidee der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zusammenfassen.


Krankheit definiert die TCM als ein Ungleichgewicht der Energien in Körper, Geist und Seele.

 

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist eine mehr als 2000 Jahre bewährte medizinische Heilweise, die mittlerweile als alternative Heilmethode anerkannt ist und viel Zuspruch erhält. Die TCM möchte die körpereigenen Kräfte wiederherstellen. Zu den therapeutischen Verfahren der Chinesischen Medizin zählen die Akupunktur, der manuelltechnische TUINA, QiGong, die Diätetik (traditionelle Chinesische Nahrungsmitteltherapie bzw. Ernährungslehre) und die chinesische Pflanzenheil- bzw. Arzneikunde.

 

Die Akupunktur beinhaltet die Lehre von Yin und Yang, die Fünf-Elemente-Lehre (Metall, Wasser, Holz, Feuer, Erde)  und der Lehre von den Meridianen. Sie verwendet drei Verfahren: Einstechen von Nadeln in die Akupunkturpunkte, Erwärmen der Punkte (Moxibustion) und Massage der Punkte (Akupressur).  Bei der Akupunktur werden sehr feine Nadeln in wenige, ausgewählte Punkte (so gut wie schmerzfrei) eingestochen, um das Gleichgewicht im Körper des Patienten wieder herzustellen.

 

Die Akupunktur hat sich bei einer Vielzahlt von chronischen und akuten Erkrankungen, insbesondere in Verbindung mit Schmerzen, bewährt, wie z.B. bei Migräne, Neuralgien (Nervenschmerzen), Rückenschmerzen, rheumatischen Erkrankungen und Gelenkschmerzen.
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) veröffentlichte im Jahr 2002 eine Liste von Krankheitsbildern, bei denen Akupunktur als Therapieform empfohlen wurde, wie z.B. bei

  • Erkrankungen des Atemsystems (Asthma und Bronchitis),
  • Hauterkrankungen (Neurodermitis),
  • Herz-Kreislaufstörungen (Hypertonie, Hypotonie),
  • gynäkologischen Krankheitsbildern, Schwangerschaftsvorbereitung /-beschwerden,
  • Magen-Darm-Störungen,
  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems,
  • sowie bei psychischen Störungen und psychosomatischen Störungen (Depressionen, Schlafstörungen, Burn-out).

 

TUINA ist eine manuelle Therapie und geschichtlich noch älter als die Akupunktur. Tui = schieben und drücken, Na = greifen und ziehen. TUINA beinhaltet also Schiebe- und Reibetechniken, die sowohl Akupressur, als auch die Druckbehandlung der Meridianpunkte mit einschließt. Durch die manuelle Stimulation von Meridianen und Sonderpunkten werden Muskeln und Gelenke gedehnt und mobilisiert. TUINA wirkt beispielsweise bei:
Erkrankungen des Bewegungsapparates (Erkrankungen der Wirbelsäule, Schultern, Knie- und Hüftgelenke usw.),
Hypertonie,
Asthma bronchiale,
gynäkologischen Krankheitsbildern, Geburtshilfe,
Kopfschmerzen und Schlafstörungen.


QiGong sind intensive meditative Bewegungen, oder anders formuliert „Meditation in Bewegung“, die den Energiefluss in Körper und Geist fördern und ausgleichen. QiGong heißt übersetzt das „Arbeiten mit dem Qi“. Qi wird oft als Kraft oder Energie übersetzt. Beim Üben von QiGong erzeugt man eine bewusste Verbindung von Bewegung, Atem und Vorstellung. Die Vorstellungsbilder der Übungen sind aus der Natur, z.B. „Fliegen wie ein Kranich“ oder „Stehen wie ein Baum“. Der Übende entspannt sich und der Atem wird langsam und gleichmäßig, Spannungen können den Körper verlassen und es entsteht eine innere Ruhe und Harmonie.

 

Die Diätetik ist die traditionelle Chinesische Nahrungsmitteltherapie. Nahrungsmittel sind milde Therapeutika und können zur Stärkung und Unterstützung des Organismus, bzw. als Korrektur energetischer Ungleichgewichte, eingesetzt werden.

 

Die Chinesische Pflanzenheil- bzw. Arzneikunde unterstützt in der TCM unterschiedlichste Indikationen und spielt eine besondere Rolle bei dem Heilungsprozess. Die Rezepte und Dosierungen der Heilkräuter (meist Kombinationen aus verschiedenen Heilkräutern) werden individuell angepasst. Mit den Heilkräutermischungen werden diverse akute und chronische Krankheiten behandelt.

 

Die Zungen- und Pulsdiagnostik sind wichtige Untersuchungsmethoden der TCM. Das Aussehen der Zunge ist beispielsweise abhängig von ihrer Durchblutung. Merkmale wie Belag, Farbe, Risse und Pickel oder auch die Größe und Form geben Rückschlüsse auf den körperlichen bzw. den energetischen Zustand und den der Organe.


In der Pulsdiagnostik werden 28 verschiedene Pulstypen unterschieden, die an beiden Handgelenken getastet werden können, sie ist eine sehr diffizile Diagnoseform. Die Pulsqualitäten geben Informationen über den energetischen Zustand des Körpers und zu der Funktion der Organe und des Blutkreislaufes.